NZZ-Reisen
STUDIENREISE ISTANBUL & GEORGIEN
| Termin: | 10.09. - 23.09.2027 |
| Fachbegleitung: | Peter Gysling |
| Reiseleitung: | Roland Frei |
| Min. Teilnehmerzahl: | 15 |
| Max. Teilnehmerzahl: | 25 |
| Preis pro Person Doppelzimmer: | CHF 7950.- |
| Einzelzimmerzuschlag | CHF 2150.- |

Auf den Obelisken aus Luxor und kopfstehende Medusenhäupter folgen das mythologische Kolchis, spätantike Kriegshelden, frühchristliche Sakralbauten in atemberaubender Bergkulisse und tief verwurzelte Gastfreundschaft, die unweigerlich mit einer jahrtausendealten Weintradition verbunden ist. Nach einem kurzen Eintauchen in die Vielfalt, die den Bogen von Byzantion über Konstantinopel bis zum heutigen Istanbul spannt, überqueren Sie das Schwarze Meer. In Georgien widmen Sie sich Aspekten der Volksseele, der intensiven Ruhe der Natur und der entschlossenen Entwicklung örtlich verankerter Geschichtskapitel. Der ehemalige Korrespondent Peter Gysling ermöglicht Ihnen – während der gesamten Reisedauer – durch sein fundiertes Wissen über den Kaukasus und die ehemaligen Sowjetstaaten eine vertiefte Auseinandersetzung mit der regionalen Geopolitik und Geschichte.
Vom historischen Knotenpunkt zwischen Europa und Asien, wo architektonische Relikte von der einstigen Bedeutung der Stadt erzählen, führt Ihre Reise danach quer durch Georgien – dessen bergige Beschaffenheit Traditionen und Legenden zu bewahren weiss. Mit Batumi, Kutaissi und Tbilissi besuchen Sie die grossen Zentren des georgischen Lebens – wo aber die Landesidentität nicht minder spürbar ist. Um in abgelegenen Bergregionen des Grossen und Kleinen Kaukasus auf uralte Traditionen, eigenständige Sprachen, angezweifelte Grenzen, eine tiefe Verbundenheit mit der frühchristlichen Vergangenheit und einen seit jeher lebendigen Weinanbau zu treffen.
Zu Drehscheiben von Kultur, Religion und Handel am Rande Europas

Tag 1: Zürich – Istanbul
Mit Ihrem frühen Turkish Airlines-Flug erreichen Sie gegen Mittag die weltberühmte Stadt am historischen Bosporus. Nach einem Zwischenhalt in Ihrem Boutique Hotel im kulturellen Herzen der Stadt, dem Sultanahmet-Viertel, spazieren Sie an die Wasserfront, wo Ihre private Yacht wartet. Bei einem Prosecco-Apéro begeben Sie sich auf eine exklusive Fahrt im Goldenen Horn und durch die Bosporus-Meerenge. Ausblicke und Führungen an verschiedenen Stationen führen Ihnen die Jahrtausende alte Geschichte dieses strategischen Knotenpunktes zwischen Schwarzem und Marmarameer, zwischen Europa und Asien vor Augen. Nach dem Passieren der Galata-Brücke mit ihren Fischern erblicken Sie die Viertel Fener – auch heute noch Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel – und Balat, in dessen engen Gassen sich einst der Alltag der sephardischen Gemeinschaft Konstantinopels abspielte. Nach der bedeutenden Eyüp-Sultan-Wallfahrtsmoschee und einer Seilbahnfahrt lassen Sie den Blick vom Pierre Loti-Hügel über das gesamte Goldene Horn mit seinen UNESCO-geschützen Kulturschätzen schweifen. Entlang der Küsten der Meerenge stehen monumentale Paläste, märchenhafte Sommervillen des osmanischen Adels, kriegerische Festungen aus dem 15. Jh. und mächtige Hängebrücken. Den Abschluss Ihres ersten Reisetages bildet ein Willkommensabendessen in einem direkt am Wasser gelegenen Restaurant, an dessen Steg Sie mit dem Boot anlegen.
Tag 2: Istanbul
In Gehdistanz Ihrer stilvollen Unterkunft entdecken Sie einige der bedeutendsten Monumente der Stadt. 300 m voneinander entfernt stehen sich Hagia Sophia und Blaue Moschee gegenüber – Erstere im 6. Jh. n. Chr. erbaut und einst grösstes und bedeutendstes Gotteshaus der christlichen Welt, Letztere 1’000 Jahre später von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben. Daneben treffen Sie mit dem Obelisken aus dem ägyptischen Luxor und der Schlangensäule aus dem griechischen Böotien auf ausgestellte Kunstschätze, mit denen sich das einstige Hippodrom – die Pferderennbahn aus der Zeit, in der das antike Byzantion noch eine relativ unbedeutende oströmische Provinzstadt war – schmückte. Im Untergrund imponiert hingegen die Cisterna Basilika: das Unterwasserreservoir der byzantinischen Kaiser, dessen 336 Säulen – acht Meter hoch und mit überwiegend korinthischen Spolienkapitellen – das Gewölbe tragen. Nach etwas Freizeit erhalten Sie von Ihrem Fachreferenten eine Einführung in die Geschichte und Gegenwart Georgiens sowie des Kaukasusraums, der im weiteren Verlauf der Reise im Mittelpunkt stehen wird. Anschliessend spazieren Sie im lebendigen Stadtteil Beyoğlu entlang der Flaniermeile Istiklal Caddesi, durch die historischen Viertel Galata und Pera und geniessen schliesslich Ihr Abendessen vom Rooftop Restaurant auf dem Opernhaus am Taksim-Platz.
Tag 3: Istanbul – Batumi
Mit dem frühen Morgenflug von Turkish Airlines fliegen Sie ostwärts entlang der Südküste des Schwarzen Meeres und erreichen so die «weisse Perle Georgiens». Ferienort, Sehnsuchtsziel in Sowjet- wie zu heutigen Zeiten – und etwas grotesk. Denn hier präsentieren sich nebeneinander Bunkerbauten, liebevolle Restaurationen, Glasfassaden-Hochhäuser und ein buntes nächtliches Lichterspiel. Sie spazieren zum Alphabetturm und zum Europaplatz, wo die Statue der Medea mit dem goldenen Vlies in der Hand an die mythische Landesgeschichte erinnert. Auf einem Bauernmarkt erwarten Sie die Düfte von frischem Obst und Gewürzen. Und im Botanischen Garten führt Sie ein Spezialist in die endemische Pflanzenwelt ein, welche die mediterrane bis zur subtropischen Klimazone abdeckt.
Tag 4: Batumi – Zugdidi – Mestia
Sie verlassen die Schwarzmeerküste und begeben sich auf die Fahrt in eines der herausragendsten historischen Gebiete Georgiens, geschichtlich, kulturell wie architektonisch: Swanetien sticht heraus dank seiner einzigartigen Hochgebirgslandschaft, aus der hohe Wehrtürme beschützend aufragen. Als ebenso beschützungswürdig nehmen hier die Menschen, die mit Swanisch eine eigene Sprache sprechen, die alteingesessenen Traditionen wahr, die lebendig weitergeführt werden. Unterwegs machen Sie einen Halt in Zugdidi. Architektonisch prägend von der einstigen Fürstenfamilie Dadianis gestaltet, ist die Stadt das wichtigste Tor sowie der letzte bedeutende Verkehrsknotenpunkt vor dem autonomen Abchasien. Abgesehen von den Vorkommnissen der jüngeren Staatsgeschichte und den Unterschieden zwischen den heutigen Regionen Mingrelien, Oberswanetien und Abchasien setzt Sie Ihr Fachreferent ins Bild bzgl. der Kontroll-Linie, welche Letzteres vom georgischen Staat trennt.
Tag 5: Mestia – Uschguli – Mestia
Die Siedlung Uschguli, Teil des oberswanetischen UNESCO-Weltkulturerbes, liegt auf knapp 2'200 m, umrundet von Bergspitzen mit dem ewigem Eis des Grossen Kaukasus. Sie besteht aus mehreren Weilern und gilt als eine der höchstgelegenen dauerhaft bewohnten Ansiedlungen Europas. Mit Jeeps erreichen Sie die abgeschiedene Bergregion im Nordwesten des Landes, wo Sie die swanische Kultur und Sprache miterleben, wie sie leibt und lebt. Auch erblicken Sie die charakteristischen, bis zu 25 m hohen Wehrtürme, die einst dem Schutz der Familien und Dörfer dienten und heute das historische Siedlungsbild prägen. Bei einem Rundgang besuchen Sie die Lamaria-Kirche, eine georgisch-orthodoxe Kirche ca. aus dem 12. Jh. und bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher georgischer Sakralarchitektur. Hinter ihr erhebt sich die Schchara, mit 5’068 m Georgiens höchster Berg. Auf einem Spaziergang folgen Sie seinem Hang durch alpine Landschaften mit grünen Oasen und Felsformationen. Beim Mittagessen bei einer einheimischen Familie lernen Sie auf authentische Weise die Küche Swanetiens kennen: Serviert wird Kubdari, eine mit Fleisch gefüllte Brotspezialität.
Tag 6: Mestia – Kutaissi
Entlang historischer Handelswege der einstigen Seidenstrasse begeben Sie sich südwärts ins Herzen Westgeorgiens, in die fruchtbare Provinz Imeretien. Ziel ist Kutaissi, mit rund 140’000 Einwohnern zweitgrösste Stadt des Landes und eines der ältesten urbanen Zentren Georgiens. Laut antiken griechischen Quellen galt das damalige Kutais als Mittelpunkt des antiken Kolchis – das Reich, wo Jason und seine Argonauten nach dem Goldenen Vlies suchten. Im Mittelalter war Kutaissi zeitweise Hauptstadt des vereinigten georgischen Königreichs. Beim Besuch eines Betriebs beobachten Sie die Herstellung der Qvevri – grosse, meist in den Boden eingelassene Tongefässe, in denen Wein nach jahrtausendealter hiesiger Tradition vergoren und gelagert wird. Auf einem Felsvorsprung über der Schlucht des Zqalzitela-Flusses besichtigen Sie das bedeutende Kloster Motsameta – und lernen die Geschichte der legendären Fürstensöhne kennen, die hier im 8. Jh. den Widerstand gegen einfallende Umayyaden-Truppen anführten.
Tag 7: Kutaissi – Bordschomi
Am Morgen besuchen Sie den traditionellen Lebensmittelmarkt, wo Händler frische Früchte und Gemüse anbieten. Dort entdecken Sie auch das Swanetische Salz, eine aromatische Mischung mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen. Anschliessend durchqueren Sie die Landschaften Zentralgeorgiens und erreichen Bordschomi, eine kleine Stadt in einem dicht von Nordmanntannenwäldern bedeckten Tal des Kleinen Kaukasus. Beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Bordschomi-Kharagauli-Nationalpark, eines der grössten Schutzgebiete Georgiens, beginnen auch Sie hier Ihren Spaziergang – um zu den heissen Mineralquellen zu gelangen. Denn die Stadt ist bereits seit der Zarenzeit über die Grenzen Georgiens hinaus als Kurort bekannt. Wer möchte, kann ein wohltuendes Bad nehmen.
Tag 8: Bordschomi – Vardzia – Bordschomi
Ein Ausflug führt Sie in den georgischen Süden nach Vardzia, eine weitgehend in den Fels geschlagene Höhlenstadt am Fluss Mtkwari. Unter Königin Tamar, die das Land im späten 12. und frühen 13. Jh. zu einer politischen und kulturellen Blüte führte, entstand hier ein weitläufiger Kloster- und Festungskomplex. Eine rund 500 m hohe Felswand wurde dafür von Menschenhand ausgehöhlt. Einst waren mehr als 2’000 Räume durch Treppen, Galerien und Terrassen miteinander verbunden. Die Anlage umfasste nicht nur Wohnräume und Klosterzellen, sondern auch Vorratskammern, Apotheken, Tunnel und ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssystem. Erdbeben und politische Umbrüche setzten Vardzia zu, jedoch beeindruckt die mittelalterliche Baukunst auch heute noch. In der Marienkirche mit ihren kunstvoll restaurierten Fresken erkennen Sie Darstellungen der legendären Königin Tamar des Goldenen Zeitalters. Am Ufer des malerischen Mtkwari nehmen Sie Ihr Mittagessen ein – georgische Spezialitäten wie frisch gebratene Forelle oder Schaschlik, natürlich zu einem Glas Hauswein.
Tag 9: Bordschomi – Uplisziche – Mzcheta – Tbilissi
Unterwegs in Richtung Osten und vorbei an Gori, der Geburtsstadt Josef Stalins am grössten Fluss des Kaukasus, erläutert Ihnen Ihr Fachreferent das Verhältnis Georgiens zum grossen Nachbarn Russland sowie den Umgang mit Altlasten der einstigen sowjetischen Planwirtschaft. Sodann erreichen Sie die Felsenhöhlenfestung Uplisziche. Mit einem geschätzten Alter von 3’000 Jahren bot die Siedlung immer wieder Schutz vor verschiedenen einfallenden Mächten aus allen Himmelsrichtungen. Tempel, Altäre, Strassen, Hallen und Läden befanden sich in dieser antiken Höhlenstadt, an der ein Zweig der legendären Seidenstrasse vorbeiführte. Im Mittelalter sollen hier um die 20’000 Menschen gelebt haben – bevor ein Sohn Dschingis Khans die Stadt zerstörte. Um die Mittagszeit widmen Sie sich einmal mehr dem georgischen Wein: Auf einem Familienweingut erfahren Sie, wie hier alte heimische Traubensorten wieder anbaut und biologische Weine nach alt eingesessener Methode hergestellt werden. Nebst dem schmackhaften Mittagessen geniessen Sie verschiedene Sorten, die man direkt aus den – Ihnen nun bekannten – Ton-Qvevri ausschenkt. Nach dem Mittag gelangen Sie ins Herz der georgischen Orthodoxie, nach Mzcheta. Die Hauptstadt der gleichnamigen Region im Osten gilt als das religiöse Zentrum des Landes – dies seit dem Altertum, als noch ein vorchristliches Pantheon verehrt wurde. Die Stadt war zudem wichtiger Handelsposten, den bereits der hellenische Geograph Strabo als hoch entwickelt beschrieb. Die Altstadt voller Kirchen – darunter die Swetizchoveli-Kathedrale –, Fresken und Ikonen ist Sinnbild für die Plethora an Erzählungen, welche das Wirken der kappadokischen Religionsstifterin Nino sowie den Leibrock Christi hier platzieren.
Tag 10/11: Tbilissi
Die kommenden zwei Tage verbringen Sie in Georgiens charmanter Hauptstadt, die mit ihrem gemütlichen Flair, Charakter und vielen pittoresken Ecken zu überraschen weiss. Zu Fuss widmen Sie sich der Stadtgeographie – so manche der Baudenkmäler liegen dicht beieinander in der Altstadt und geben Ihnen Einblick in unterschiedliche Geschichtskapitel Georgiens: die Statue des kriegerischen Königs und Stadtgründers Gorgasali, der im 4. und 5. Jh. wirkte, die Grosse Synagoge, die stadtälteste Kirche Antschischati aus dem 6. Jh., die bedeutende Sioni-Kathedrale, deren Fundamente ebenso alt sind und verschiedene Reliquien beherbergt, der märchenhaft schiefe Glockenturm, die alte Karawanserei aus dem 17. Jh. und die Stadtmauer. Im Museum of Fine Arts lassen Sie sich bezaubern von den ausdrucksstarken Visionen georgischer Kunstschaffender und im Nationalmuseum führt Sie eine Sonderausstellung in die Aufarbeitung des fünftägigen Kaukasuskrieges von 2008 ein. Peter Gysling, der Ihnen Einblick in die Verhältnisse zum Westen und zur Grossmacht China gibt – Stichwort «neue Seidenstrasse» –, organisiert zudem Treffen mit einigen seiner eigenen lokalen Kontakte, die Ihnen als Expertenfiguren auf ihren Gebieten weiteres Verständnis über verschiedene Facetten der georgischen Gesellschaft ermöglichen. Auf den Hügeln über der Altstadt suchen Sie die Überreste der Narikala-Festung auf. Seit ihrer Erbauung im 3. Jh. verteidigte sie die Stadt vor Sassaniden, Arabern, Mongolen, Türken und Persern – entsprechend oft wurde sie auch zerstört und wieder aufgebaut. Im alten Bäderviertel Abanotubani treffen Sie auf die acht heute noch übrig gebliebenen Schwefelbäder von einst 65. In deren Blütezeit im 13. Jh. wurden hier die Neuigkeiten aus dem Stadtleben ausgetauscht. Fakultativ kann man sich dieser Tradition anschliessen und ein Bad nehmen.
Tag 12: Tbilissi – Sighnaghi – Kwareli
Über wenig befahrene Landstrassen geht es durch Walnussalleen und Dörfer Kachetiens, stets begleitet vom Panorama der Kaukasushänge. Ihre Route führt in den östlichsten Zipfel in Georgiens bedeutendstes Weinbaugebiet. Seit Jahrtausenden wird hier Wein kultiviert – nach den Methoden, die Sie bereits kennengelernt haben. Beim Nonnenkloster Bodbe, dessen Ursprünge ins 4. Jh. zurückreichen, finden Sie das Grab der heiligen Nino, auf deren Geschichte Sie in Mzcheta trafen. Sie spazieren durch das Städtchen Sighnaghi, im 18. Jh. von König Erekle II. zum Schutz vor nordkaukasischen Überfällen aus Dagestan errichtet. Auf einem Bauernhof erhalten Sie Einblick in das örtliche ländliche Leben und die kachetische Gastfreundschaft – beim Mittagessen im traditionellen Weinkeller werden regionale Spezialitäten serviert. Im Museum des georgischen Malers Niko Pirosmani begegnen Sie anschliessend einem bedeutenden Vertreter der georgischen Naiven Kunst. Für die folgenden zwei Übernachtungen finden Sie sich in Kwareli ein, auf einer fruchtbaren Ebene wundervoll an der nördlichsten Spitze des Alazani-Tals gelegen. Die Nächte verbringen Sie im Resort eines historischen Weingutes. Beim Besuch der Kvareli Wine Cave beeindruckt nicht nur die Auswahl an Weinen, sondern auch die atemberaubende Anlage und deren Einbettung in die Landschaft.
Tag 13: Kwareli
Oberhalb der Alazani-Ebene an den Hängen des Grossen Kaukasus liegt das Kloster Nekresi – Ihr letztes Ausflugsziel. Die Geschichte der Anlage reicht bis in die Spätantike zurück: Bereits im 4. Jh. entstand hier eine der frühen christlichen Gemeinden Georgiens. Das Kloster entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen Zentrum, dessen Bauten verschiedene Epochen der georgischen Kirchenarchitektur widerspiegeln – Sie geniessen aber auch den Blick in die Weite über das fruchtbare Land. Danach bietet sich Ihnen freie Zeit für die Annehmlichkeiten Ihrer Unterkunft. Ihr Abschiedsabendessen auf dem Weingut im Beisein Ihres Fachreferenten setzt einen erinnerungswürdigen Schlusspunkt.
Tag 14: Kwareli – Tbilissi – Istanbul –Zürich
Ihr Morgenflug ab Tbilissi führt Sie via Istanbul zurück nach Zürich, wo sie am frühen Abend landen.







Die 14-tägige Reise kostet CHF 7’950.-.
Zahlungskonditionen: 30% fällig bei der Anmeldung, der Rest 45 Tage vor Abreise. Dies gilt auch für Online-Buchungen. Zahlung mit Kreditkarte ist möglich.
Inbegriffen: internationale Flüge mit Turkish Airlines in der Economy-Klasse (inkl. Flugtaxen), alle Transfers, Hotelunterkünfte auf der Basis Doppelzimmer, Frühstück und eine weitere Mahlzeit pro Tag, andere Transportmittel (Boot, 4x4-Fahrzeug), alle Eintritte und Gebühren, Trinkgelder für lokale Leistungsträger, Audio-System auf Rundgängen, Fachvorträge und Begleitung durch Peter Gysling an allen Reisetagen, Begleitung durch Deutsch sprechende lokale Reiseleitung sowie cotravel-Reiseleitung.
Nicht inbegriffen: allfällige Impfungen oder Einreisevoraussetzungen, Getränke, Versicherungen, persönliche Auslagen. Einzelzimmerzuschlag CHF 2’150.-.
Programmänderungen vorbehalten.
Plätze in der Business-Klasse auf Anfrage.
Vertragspartner ist cotravel, DERTOUR Suisse AG. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der DERTOUR Suisse AG (www.cotravel.ch/arvb/).


Der Stil der NZZ Reisen
Jede Reise ist ein Unikat und kann in dieser Form in keinem Reisebüro gebucht werden. Das Produkt entsteht in Zusammenarbeit mit Journalistinnen und Journalisten, die durch ihre langjährigen Tätigkeiten ausgewiesene Expertinnen und Experten für das jeweilige Land sind – und unterwegs als Referentinnen und Referenten oder Moderatorinnen und Moderatoren einen unvergleichlichen Mehrwert darstellen – sowie dem für diese Art von Reisen spezialisierten Veranstalter. Unverkennbares Merkmal sind besondere Begegnungen vor Ort, die einmaligen Einblicke in das Leben und das Funktionieren der Gesellschaft gewähren. Die Reisen sollen authentisch sein, die Augen öffnen für das Schöne, den Sinn schärfen für das Unschöne. Wer offen ist für Neues, fühlt sich wohl auf den Reisen, bei denen man mit Fachexperten die Welt auf eine andere Art entdeckt.
Fachreferent, Begegnungen vor Ort & Programmänderungen
Aktuelle Anlässe können es notwendig machen, dass der Fachreferent seiner Pflicht nachgehen und für seine Arbeitgeber Bericht erstatten muss. Es kann also vorkommen, dass Referate auf andere Tage verschoben werden. Sollte Ihr Fachreferent nachweislich krank werden, ist cotravel verpflichtet, dass ein gleichwertiger, kompetenter Ersatz gestellt wird.
Wir weisen darauf hin, dass die erwähnten Begegnungen und Gesprächspartner vor Ort aus Krankheitsgründen oder anderen Gründen nicht stattfinden respektive auf andere Reisetage verschoben werden können. cotravel bemüht sich, in einem solchen Fall einen kompetenten Ersatz zu stellen. Wir weisen darauf hin, dass die Einhaltung des Programms teilweise vom Wetter und von den lokalen Anbietern abhängig ist.
cotravel sowie die Reiseleitung vor Ort behält sich Programmanpassungen vor, falls dies durch die Gegebenheiten notwendig wird.
Anforderungsprofil
Diese Leserreise hebt sich von normalen Rundreisen ab und richtet sich an ein aufgestelltes, unkompliziertes Publikum jeden Alters. Man sollte flexibel und kompromissbereit sein und Verständnis dafür haben, dass in den besuchten Ländern nicht immer alles nach Schweizer Zeitgefühl und Gewohnheiten abläuft. Für die Besichtigungen ist eine gute Standfestigkeit bzw. physische Ausdauer erforderlich, da die Reiseteilnehmer immer wieder ein paar Stunden auf den Beinen und auch zu Fuss unterwegs sind. Auch Treppen, unebene Wege und weitläufige Sehenswürdigkeiten gehören dazu. Die Teilnehmenden sollten daher selbstständig unterwegs sein können und in der Lage sein, eigenständig am Reiseprogramm teilzunehmen. Auch längere Reisetage, Warte- und Fahrzeiten oder kurzfristige Änderungen im Programmablauf sind möglich und können wetter- oder situationsbedingt auftreten.
Betreuung vor Ort
Die Reiseteilnehmenden werden auf der Reise von drei Leuten betreut. Fachreferent Peter Gysling begleitet die Gruppe während der gesamten Reise. Er ist für die fachlichen Ausführungen zuständig, wird Hintergrundinformationen liefern und durch seine Kontakte Zugang zu besonderen Gesprächen geben. Für die lokale Organisation und die Informationen zur Reise sorgt eine Deutsch sprechende, einheimische Reiseleitung. Die Reiseteilnehmenden werden auf der Reise ab/bis Zürich von der cotravel-Reiseleitung betreut. Die cotravel-Reiseleitung ist Bindeglied zwischen der Fachbegleitung, der Lokalorganisation und den Teilnehmenden.
Klima
Im Reisezeitraum erwarten Sie in Istanbul und Georgien meist angenehme Temperaturen. In Istanbul liegen diese tagsüber oft noch bei 20 bis 25 °C, während es in Georgien je nach Region und Höhenlage etwas kühler sein kann. Besonders in den Bergregionen können die Temperaturen morgens und abends deutlich sinken. Gelegentliche Regenschauer sind möglich.
Einreise
Schweizer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger benötigen für die Einreise in die Türkei und nach Georgien einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist und über genug freie Seiten verfügt. Zudem ist bei der Einreise in Georgien der Nachweis einer gültigen Auslandskranken- und Unfallversicherung in englischer oder georgischer Sprache (gedruckt oder digital) mitzuführen und auf Verlangen vorzuweisen. Ein Visum ist für beide Länder nicht erforderlich. Da sich die Einreise- und Visabestimmungen laufend ändern können, sind die Kosten und die Organisation der Visa und Einreisegenehmigungen nicht im Arrangementpreis inbegriffen. cotravel arbeitet mit einem Schweizer Visum-spezialisten zusammen, der Sie zu Vorzugskonditionen bei der Beantragung der erforderlichen Visa und Einreisegenehmigungen professionell unterstützen kann. Die genauen Informationen, die erforderlichen Unterlagen sowie ein vereinfachtes Formular würden Ihnen von cotravel rechtzeitig für die Beantragung der notwendigen Einreise-formalitäten zugestellt werden. Trotz vollständiger Antragsstellung liegt die Entscheidung über die Erteilung oder Abweisung eines Visums oder einer Einreisegenehmigung ausschliesslich bei der jeweiligen Botschaft beziehungsweise Einreisebehörde. cotravel beziehungsweise DERTOUR Suisse AG kann keine Haftung oder Verantwortung für eine allfällige Abweisung übernehmen. Eine Kostenrückerstattung ist ausgeschlossen.
Impfungen & Medikamente
Für die Einreise nach Istanbul und Georgien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Welche Impfungen individuell sinnvoll sind, sollte vor der Abreise mit der Hausärztin, dem Hausarzt oder dem Tropeninstitut abgeklärt werden. Detaillierte Auskünfte finden Sie unter www.healthytravel.ch. Bitte beachten Sie, dass aus Haftungsgründen die Reiseleitung keine Arzneimittel an die Reiseteilnehmenden abgeben darf. Aus diesem Grund sind Sie gebeten, Ihre eigenen Medikamente mitzunehmen, bzw. vor Ort zu organisieren.
Transport
Die Interkontinentalflüge von Zürich nach Batumi und retour ab Tbilissi (jeweils via Istanbul) sind bei Turkish Airlines gebucht. Die Flugdauer beträgt:
Zürich – Istanbul: 3h00
Istanbul – Batumi: 1h50
Tbilissi – Istanbul: 2h40
Istanbul – Zürich: 3h00
Nebst dem Flugzeug werden Sie während der Reise hauptsächlich mit einem komfortablen, klimatisierten Reisebus der besten landesüblichen Qualität unterwegs sein. Die Strassen befinden sich grösstenteils in gutem Zustand, einzelne Fahrten durch Bergregionen können jedoch stellenweise etwas holprig sein. Für den Ausflug nach Uschguli, eines der höchstgelegenen dauerhaft bewohnten Dörfer Europas, wechseln Sie auf geländegängige 4x4-Fahrzeuge, die für die anspruchsvollere Strecke bestens geeignet sind. In Istanbul erleben Sie die Stadt zudem vom Wasser aus bei einer privaten Bootsfahrt auf dem Bosporus, die einzigartige Ausblicke auf die europäische und asiatische Seite der Metropole bietet.
Unterkunft/Mahlzeiten
Während der Reise übernachten Sie in sorgfältig ausgewählten, komfortablen Hotels der gehobenen Mittel- und Erstklasse. Dabei verbinden wir stilvolle Unterkünfte in den Städten mit Häusern von lokalem Charakter in den verschiedenen Regionen Georgiens. Den krönenden Abschluss bildet die Übernachtung auf einem idyllisch gelegenen Weingut in Kachetien, dem bekanntesten Weinbaugebiet Georgiens. Im Arrangement sind das tägliche Frühstück sowie eine weitere Mahlzeit inbegriffen. Freuen Sie sich auf die vielfältige georgische Küche, die als eine der abwechslungsreichsten des Kaukasus gilt, sowie auf kulinarische Entdeckungen in Istanbul. Von traditionellen Familienrestaurants und authentischen Tavernen bis hin zu ausgewählten Lokalen mit modern interpretierten Spezialitäten lernen Sie die regionalen Geschmackswelten beider Länder kennen. Dabei dürfen natürlich auch die berühmten georgischen Weine nicht fehlen.
Versicherung
Eine Reise- und Annullierungskostenversicherung ist ratsam. Wir empfehlen den Abschluss der Travel Premium 365 von HanseMerkur: CHF 239.- pro Person (CHF 30’000.- pro Jahr Annullierungskosten gedeckt) oder CHF 389.- pro Familie (max. 2 Erwachsene, CHF 60’000.- pro Jahr Annullierungskosten gedeckt). Sie tritt nach Ihrer Anmeldung per sofort in Kraft und schützt Sie während den nächsten 12 Monaten nicht nur auf Ihrer cotravel Reise, sondern auch in Ihren weiteren Ferien vor finanziellem Schaden (u.a. Annullierungs- & Reiseabbruch-Versicherung, Rückreisekosten im Notfall aus dem Ausland, allfällige Mehrkosten uvm.). Weitere Informationen erhalten Sie unter www.cotravel.ch/reiseversicherung/ oder bei cotravel. Die Versicherung verlängert sich nach Ablauf automatisch um ein weiteres Jahr. Wenn Sie eine Verlängerung nicht wünschen, müssen Sie bis 1 Monat vor Ablauf der Police bei der Versicherung kündigen. Bitte geben Sie uns auf dem Anmeldeformular an, ob wir Ihnen eine Versicherung ausstellen dürfen. Die Police ist nach Abschluss nicht erstattungsfähig.
Kosten einer Annullation/Änderung
Tritt die Kundin oder der Kunde nach schriftlicher Anmeldung (=Buchungszeitpunkt) von der Reise zurück, werden zusätzlich zur Bearbeitungsgebühr von CHF 100.- pro Person (max. CHF 200.- pro Auftrag) nachfolgende Kosten in Prozenten des gesamten Arrangementpreises (inkl. zusätzlich gebuchten Leistungen) erhoben (Ausnahmen sind anschliessend aufgeführt). Die Rücktrittserklärung muss zwingend schriftlich erfolgen. Der Rücktritt wird verbindlich, sobald er von cotravel schriftlich bestätigt wurde. Die nachfolgenden Regelungen (Stornobedingungen) gelten im Falle eine Rücktrittserklärung, wie auch für Änderungen durch die Kundin oder den Kunden:
bis 60 Tage vor Abreise 30%
59-30 Tage vor Abreise 50%
29-15 Tage vor Abreise 75%
14-0 Tage vor Abreise 100%
Ausnahme: No-show – Verpasst ein Gast den Flug, so entfällt für den Reiseveranstalter jede Beförderungspflicht. Dies gilt insbesondere für Fälle von Flugplanverschiebungen. Ausgenommen von den Stornobedingungen sind individuelle Sonderleistungen, welche in der Regel nicht rückerstattungsfähig sind und mit 100% der Kosten verrechnet werden. Dazu zählen u.a. individuelle Flüge, Veranstaltungstickets, kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen. Wenn die Zahl der Mindestteilnehmenden nicht erreicht wird, kann cotravel die Reise bis 2 Monate vor Abreise annullieren. Der Kundin oder dem Kunden wird in diesem Fall der bezahlte Arrangementpreis erstattet.
Bewusstes Reisen & CO2-Kompensation
cotravel übernimmt Verantwortung und setzt sich weltweit für zukunftsorientierten Tourismus ein. Seit 2019 sind wir offiziell mit dem CSR Gütesiegel „TourCert“ für ein umfassendes Engagement ausgezeichnet worden. Als Teil der DERTOUR Suisse AG zählen wir damit zum ersten Reiseveranstalter in der Schweiz, der für sein nachhaltiges Engagement ausgezeichnet ist. Wir sind überzeugt, dass das Reisen nur auf der Basis von mehr Nachhaltigkeit eine vielversprechende Zukunft hat. Wir versuchen, zur Erhaltung kultureller Vielfalt und eines natürlichen Gleichgewichts in der Natur ebenso beizutragen wie zu besseren Lebensbedingungen und stabilen sozialen Verhältnissen in unseren Zielgebieten.
Um die Umweltbelastung eines Fluges auf anderen Gebieten wieder auszugleichen, wurde die CO2-Kompensation geschaffen. Wir lassen es Ihnen frei zu entscheiden, ob Sie den CO2-Ausstoss durch eine Zahlung kompensieren wollen oder nicht. Ihr Beitrag fliesst in myclimate Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. In Zusammenarbeit mit Myclimate (www.myclimate.org) arrangieren wir Ihnen gerne folgende Möglichkeit, Ihren CO2-Ausstoss auszugleichen:
Von Zürich nach Batumi und retour ab Tbilissi (jeweils via Istanbul) – Economy – Flugdistanz: ca. 6‘000 km
Kompensationskosten: CHF 33.- (Stand August 2026, kann bis zur Abreise geringfügig variieren)
Vorbereitungstreffen
Die Reisenden treffen sich rund sechs Wochen vor Abreise zu einem fakultativen Infotreffen in Zürich. Das Ziel dieses Treffens ist es, die Mitreisenden kennen zu lernen und offene Fragen stellen zu können.
Einzelreisende
In der Regel sind ca. ein Drittel aller Teilnehmenden Einzelreisende. Der Arrangementpreis beinhaltet die Übernachtungen in Doppelzimmern. Der Zuschlag für ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung beträgt CHF 2’150.-
Teilnehmende
Maximal können 25 Gäste an dieser Reise teilnehmen. Die Mindestgästezahl liegt bei 15 Personen.
