Erlebnisberichte

BERICHT: Madagaskar Highlights

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08. Juni 2026 von Mira Braun

Unsere Projektleiterin Mira Braun war im vergangenen Herbst auf Erkundungstour. Sie war in Madagaskar unterwegs und hat die Route unserer Pionierreise nach Madagaskar erkundet. Zwischen eindrücklichen Begegnungen, faszinierender Tierwelt, ursprünglichen Landschaften und tiefen Einblicken in Kultur und Alltag sammelte sie unvergessliche Eindrücke. In diesem Highlight-Bericht teilt sie ihre persönlichen Eindrücke und nimmt Sie mit auf eine aussergewöhnliche Reise durch Madagaskar.

 

Ankommen in Antananarivo
Nach dem Flug von Zürich landete ich in Antananarivo und tauchte bereits am ersten Abend beim Willkommensdinner in die besondere Atmosphäre Madagaskars ein. Die Vorfreude auf das, was vor mir lag, war spürbar – eine Reise in eine Welt voller Natur, Kultur und Begegnungen.

 

 

Durch das Hochland nach Antsirabe
Gemeinsam mit meinem Guide Nick fuhren wir von der Hauptstadt ins Hochland, wo sich Reisterrassen und typische Dörfer wie ein Mosaik über die Hügel legten. In Ambatolampy erhielt ich faszinierende Einblicke in das Handwerk der Aluminiumtopfherstellung. Dort werden aus verschiedenen Aluminiumresten verschiedene Recyclingprodukte hergestellt, darunter Töpfe, aber auch Souvenirs und Besteck.

 

Authentisches Leben rund um Betafo
Gemeinsam mit einem lokalen Guide, der diese besonderen Wanderungen zusammen mit einem Freund ins Leben gerufen hat, besuchte ich verschiedene Bauernfamilien und erhielt unmittelbare Einblicke in ihren Alltag, der stark von Traditionen und über Generationen weitergegebenem Wissen geprägt ist. Diese Begegnungen sind nicht nur bereichernd für uns Reisende, sondern auch für die Gemeinschaft vor Ort: Die Einnahmen aus den Wanderungen fliessen gezielt zurück in die Region – etwa in den Bau von Schulen oder Brücken – und tragen so zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. Auf unserem Weg durch Reisfelder, Gemüseanbauflächen und ausgeklügelte Bewässerungssysteme wurde mir eindrücklich bewusst, wie eng das Leben der Menschen hier mit der Natur verbunden ist. Am Nachmittag entdeckte ich Antsirabe auf besonders authentische Weise – mit einer Rikscha, dem typischen Fortbewegungsmittel der Stadt. Während wir durch Strassen mit kolonialer Architektur, lebhaften Märkten und kleinen Werkstätten fuhren, öffnete sich mir ein lebendiges Bild des Alltags. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die beeindruckende Handwerkskunst: Mit grosser Präzision und Kreativität fertigen lokale Kunsthandwerker aus Zebuhörnern filigrane und einzigartige Objekte und recyclen diverse Materialien zur Herstellung von Souvenirs.

 

 

Vom Hochland in den trockenen Westen
Die Fahrt nach Miandrivazo wurde selbst zum Erlebnis. Ich beobachtete, wie sich die Landschaft langsam veränderte: Das satte Grün wich trockeneren, wärmeren Regionen. Kleine Dörfer säumten den Weg, Kinder winkten uns zu – ein berührender Einblick in das einfache, ursprüngliche Leben auf Madagaskar, das von Gemeinschaft, Bescheidenheit und grosser Herzlichkeit geprägt ist.

 

 

 

Erste Begegnungen mit Madagaskars Tierwelt
Im Zazamalala-Wald tauchte ich erstmals tief in die einzigartige Flora und Fauna Madagaskars ein. Während eines Spaziergangs entdeckte ich die verschiedenen Lemurenarten, Chamäleons und exotischen Pflanzen. Besonders eindrücklich war die Vielfalt – so konzentriert findet man sie kaum irgendwo sonst auf der Welt. Ein unvergesslicher Moment war die Ankunft an der berühmten Baobab-Allee. Diese majestätischen Bäume wirkten fast surreal.

 

 

Forschung und Tierbegegnungen in Kirindy
Die Tage im Kirindy-Wald gehörten zu den intensivsten der Reise. Ich erhielt exklusive Einblicke in die Forschungsarbeit von Peter Kappeler und seinem Team. Die Forschenden vor Ort gaben mir Einblick in die Methoden zur Beobachtung der Lemuren. Tagsüber begegnete ich verschiedenen Lemurenarten aus nächster Nähe – neugierig, verspielt und erstaunlich zutraulich. Doch die eigentliche Magie begann nach Einbruch der Dunkelheit: Ausgestattet mit Stirnlampe begaben wir uns auf Nachtwanderungen. Überall funkelten Augen im Dunkeln, während die Rufe der nachtaktiven Tiere den Wald erfüllten. Diese Momente hatten etwas Mystisches.

 

 

Baobabs und Küstenstimmung in Morondava
Im Marofandilla-Park genoss ich nochmals eindrückliche Landschaften der Baobab amoureux, bevor ich am Abend die Baobab-Allee im Sonnenuntergang erlebte – ein magischer Moment, als sich die Baumriesen als Silhouetten gegen den leuchtenden Himmel abzeichneten. An der Küste von Morondava fand ich anschliessend einen wohltuenden Kontrast: Sandstrände, das Meer und farbenprächtige Sonnenuntergänge.

 

 

Soziales Engagement und Rückkehr nach Tana
Zurück in Antananarivo besuchte ich eine NGO, die benachteiligten Menschen neue Perspektiven eröffnet. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel mit Engagement und Kreativität bewegt werden kann. Die Stadt selbst zeigte mir nochmals eine ganz andere Seite Madagaskars: den Trubel in den Gassen, den Königspalast Rova mit seinem weiten Blick über die Stadt und ein Fotomuseum, das Vergangenheit und Gegenwart eindrücklich verbindet.

 

 

Abschluss voller Eindrücke
Beim Abschiedsabend mit traditioneller Musik wurde mir bewusst, wie vielfältig und intensiv diese Reise war: von wissenschaftlichen Einblicken über aussergewöhnliche Tierbegegnungen bis hin zu tiefen kulturellen Erfahrungen. Madagaskar hat mich mit seiner Ursprünglichkeit, seinen Kontrasten und seiner unglaublichen Natur beeindruckt.

Möchten auch Sie diese faszinierende Inselwelt mit eigenen Augen entdecken? Im September bieten wir diese Reise nach Madagaskar in Kombination mit La Réunion an, bei der Sie die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, eindrückliche Landschaften und authentische Begegnungen hautnah erleben. Begleitet von Peter Kappeler tauchen Sie tief in die Welt der Lemuren, tropischen Wälder und vielfältigen Kulturen ein.

 

STUDIENREISE MADAGASKAR & LA RÉUNION