16. April 2026 von Duri à Porta
Kenia – kaum ein Land vereint Ursprünglichkeit, Artenvielfalt und Forschungsbedeutung so eindrucksvoll. Auf dieser Reise durfte ich gemeinsam mit einer kleinen, interessierten Gruppe und der renommierten Verhaltensforscherin Barbara König die Wiege der Menschheit entdecken. Von den Anfängen der Evolution in Nairobi über die endlosen Savannen der Masai Mara bis hin zur Lewa Conservancy im Norden – jedes Ziel öffnete neue Perspektiven und berührte auf ganz unterschiedliche Weise.
In diesem Bericht möchte ich meine persönlichen Eindrücke und einige besondere cotravel-Momente teilen, die diese Reise für mich so unvergesslich gemacht haben.
Nairobi – Ursprung des Menschen
Unsere Reise begann in Nairobi, wo Barbara König im Nationalmuseum mit grosser Leidenschaft und fundiertem Wissen die Geschichte der menschlichen Evolution zum Leben erweckte. Es war faszinierend, wie sie wissenschaftliche Erkenntnisse so verständlich und greifbar vermittelte, dass man die Entwicklung des Menschen plötzlich nicht nur verstand, sondern förmlich spürte.
Der anschliessende Besuch im Karen Blixen Museum bildete dazu einen spannenden Kontrast – ein Stück Kolonialgeschichte, das zugleich einen Einblick in das literarische und kulturelle Erbe des Landes bot. So begann unsere Reise nicht mit Safari-Abenteuern, sondern mit Erkenntnissen, die den Blick für das Kommende schärften.
Masai Mara – Das Herz Afrikas
Die Fahrt in die Masai Mara war wie eine allmähliche Transformation: von der Stadt in die unendliche Weite der Savanne. Schon unterwegs begegneten uns Giraffen, Elefanten und Löwen – die Vorfreude auf die kommenden Tage wuchs mit jedem Kilometer.
In der Mara Engai Lodge, hoch über dem Mara Triangle gelegen, fanden wir eine Oase der Ruhe mit spektakulären Ausblicken. Die Game Drives führten uns zu dichten Herden von Gnus und Zebras, zu Löwenfamilien im hohen Gras und zu Elefanten, die gemächlich durch die Ebene zogen. Besonders grosses Glück hatten wir, mitten in der Great Migration unterwegs zu sein – jenem atemberaubenden Naturschauspiel, bei dem Hunderttausende Gnus und Zebras in riesigen Herden durch die weite Savanne ziehen. Dieses endlose Meer aus Tieren, das sich wie eine lebendige Welle durch die Landschaft bewegte, war schlicht überwältigend.
Ein ganz besonderer Höhepunkt war das Bush Dinner unter dem afrikanischen Sternenhimmel – ein Moment, der sich tief eingeprägt hat. Fackeln leuchteten rund um die festlich gedeckte Tafel, das Feuer knisterte, und in der Ferne waren die Geräusche der Wildnis zu hören. In dieser Atmosphäre erzählte Barbara König über das Sozialverhalten von Elefanten und Löwen, während wir bei gutem Essen und einem Glas Wein in die Magie Afrikas eintauchten. Ein echter cotravel-Moment, der zeigt, wie Wissen und Emotion zu einem unvergesslichen Erlebnis verschmelzen können.
Lake Nakuru – Begegnungen und Erkenntnisse
Am Lake Nakuru zeigte sich Kenia von einer ruhigeren, fast meditativen Seite. Flamingos, Antilopen und Büffel säumten unseren Weg, während wir die kontrastreichen Landschaften zwischen See und Savanne erkundeten. Am Nachmittag hielt Barbara einen spannenden Vortrag über das empfindliche Gleichgewicht zwischen Mensch und Tier – ein Thema, das in Kenia allgegenwärtig ist und eindrücklich vor Augen führt, wie wichtig nachhaltiger Schutz und Bildung sind.

Lewa Conservancy – Schutz und Zukunft
Im Norden erreichten wir die Lewa Conservancy, ein wahres Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Naturschutz. Das Elewana Lewa Safari Camp mit seinen stilvollen Zelten, der persönlichen Betreuung und der ruhigen Atmosphäre war der perfekte Ort, um das Erlebte zu reflektieren.
Hier erhielten wir exklusive Einblicke in die Arbeit der Ranger und Wissenschaftler. Wir besuchten das Education Center, wo lokale Kinder lernen, was Artenschutz bedeutet, und das Headquarter, wo mit grossem Engagement der Schutz von Nashörnern, Elefanten und Löwen koordiniert wird. Besonders beeindruckend war die Vorführung der Canine Unit mit den Anti-Poaching-Hunden – ein Moment, der zeigte, wie moderne Forschung und Leidenschaft Hand in Hand gehen, um Afrikas Tierwelt zu bewahren.
Mehr als eine Safari
Diese Reise war weit mehr als eine Safari-Rundreise. In einer kleinen Gruppe durften wir Afrika verstehen, nicht nur sehen. Das profunde Wissen von Barbara König, die exklusiven Einblicke hinter die Kulissen des Naturschutzes und das abgestimmte Routing mit sorgfältig ausgewählten Lodges machten diese Reise zu einer echten Entdeckungsreise – wissenschaftlich fundiert, emotional bewegend und authentisch erlebbar.
Genau das ist es, was wir bei cotravel unseren Gästen bieten möchten: Reisen, die nicht nur Eindrücke hinterlassen, sondern Verständnis schaffen – für Länder, Menschen und Natur.
Studienreise Kenia 2027
























